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Institut für evangelische Theologie und Religionspädagogik

Vocatio

Allgemeine Informationen

Liebe Studierende,

Bitte wenden Sie sich wegen der Vocatio

Vocatio – das ist die kirchliche Bevollmächtigung. Wer an einer Schule in Bayern das Fach Evangelische Religionslehre unterrichten will, bedarf einer kirchlichen Bevollmächtigung durch den Ev.-Luth. Landeskirchenrat und der Mitgliedschaft in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern oder einer anderen Gliedkirche der Evangelischen Kirche in Deutschland. (vgl. www.ack-bayern.de; der Gaststatus reicht nicht.)

Als Mindestvoraussetzung dafür gilt eine während des Studiums eigenständig vorbereitete und gehaltene Religionsunterrichtsstunde. Sie besuchen dazu das studienbegleitende Praktikum im Fach evangelische Religion. (vgl. auch die Empfehlungen in den SFB/FSB für das Fach evang. Religionslehre).

Studierende der Ev. Religionslehre wählen darüber hinaus im "Gesellschaftswissenschaftlichen Studium (GWS)“ Ev. Theologie/Religionspädagogik und erwerben dort mind. 5 ECTS. Die Bevollmächtigung brauchen Sie für Ihr Referendariat nach der ersten Staatsprüfung. Sie sollte einige Zeit vor dem Staatsexamen von Ihnen beantragt werden. Dazu führen Sie ein "Gespräch zum Abklären der Berufsmotivation und des Berufsbildes einer Religionslehrkraft".


Zum Motivationsschreiben und zum Vocatiogespräch

Das Motivationsschreiben

Im Motivationsschreiben stellen Sie dar, worin die Zielsetzung Ihres Studiums besteht und welche Perspektiven Sie mit Ihrem künftigen Beruf als ReligionslehrerIn verbinden. Hilfreich kann es sein, zunächst die Entstehung Ihrer Beweggründe zur Wahl dieses Studienfaches zu beschreiben. Anschließend können sich eine Reflexion bisheriger Studienerfahrungen mit Blick auf ihre Zielsetzung und ein Ausblick auf Ihre Vorstellungen vom Religionsunterricht und Ihrer Rolle als Religionslehrkraft.

Dieses Motivationsschreiben sollte der Person, mit der Sie Ihr Gespräch führen, eine gewisse Zeit vorher und am besten per Mail zugehen.

Das Gespräch

Im Mittelpunkt des Vocatiogespräches steht Ihre persönliche Berufsmotivation und Ihr Berufsbild einer Religionslehrkraft. Dieses vertrauliche Gespräch ist nicht als Prüfung, sondern als Orientierungshilfe gedacht. Bitte betrachten Sie das verpflichtende Gespräch und die von Ihnen verlangte schriftliche Äußerung zu Ihrer Berufsmotivation nicht als zusätzliche „Leistung“ oder „Belastung“. Nehmen Sie beides als Chance, sich über sich selbst, Ihre Studienerfahrungen, Ihre Vorstellungen vom Lehrberuf und über die Entwicklung Ihrer eigenen Überzeugungen (und Ihrer Zweifel!) Gedanken zu machen. Als ReligionslehrerIn werden Sie später vermutlich mehr als andere Lehrkräfte von SchülerInnen, KollegInnen und Eltern darauf angesprochen, warum Sie gerade dieses Fach gewählt haben und wie Sie selbst zu den Inhalten stehen, die Sie unterrichten. Suchen Sie schon während des Studiums das Gespräch darüber mit KommilitonInnen und DozentInnen, stellen Sie kritische Fragen!


Zur Organisation

Wann beantrage ich die Vocatio?

Wenn Sie Ihren Antrag auf Aufnahme in den staatlichen Vorbereitungsdienst stellen - in der Regel etwa ein halbes Jahr vor Dienstantritt - wird es auch Zeit, sich um die kirchliche Bevollmächtigung zu kümmern. Dem staatlichen Antrag fügen Sie einen formlosen Hinweis bei, dass die Vocatio beantragt ist und nachgereicht wird. Mit dem Ende der Prüfungen sollte spätestens dann auch Ihr Antrag ans Landeskirchenamt unterwegs sein.

Wie verläuft das Antragsverfahren?

A. Sie befassen sich mit dem Kirchengesetz und drucken sich den Vocatioantrag und die Verpflichtungserklärung aus. 

B. Sie füllen die Formulare aus und informieren sich über den Inhalt der Verpflichtung. Vereinbaren Sie einen Gesprächstermin. In der Regel führen Sie dieses Gespräch mit den DozentInnen der Religionspädagogik oder anderer theologischer Fächer. Sie können aber auch mit geeigneten VertreterInnen des Landeskirchenamtes oder der Evangelischen Studentengemeinde (ESG), der Gemeinschaft Evangelischen Erzieher in Bayern (GEE) oder des Religionspädagogischen Zentrums Heilsbronn (RPZ) sprechen. Dieses Gespräch wird auf dem  Antragsformular bestätigt (mit Unterschrift des/r Beratenden). Vor dem Gesprächstermin lassen Sie dem/der GesprächspartnerIn Ihr Motivationsschreiben und Ihren Lebenslauf zukommen.


C. Dazu wird am Lehrstuhl für Religionspädagogik der ordnungsgemäße Ablauf Ihres Studiums mit einem Ausdruck über die belegten Module inkl. Besuch des studienbegleitenden Praktikumsseminars und der ausgearbeiteten und gehaltenen Unterrichtsstunde bestätigt. (Das können Sie direkt mit dem Gespräch verbinden)


D. Sie schicken Motivationsschreiben, Lebenslauf, Verpflichtungserklärung, den Antrag mit den erforderlichen Leistungsnachweisen und dem Zeugnis über Ihr 1. Staatsexamen (das kann auch nachgesendet werden) an das Landeskirchenamt in München.

E. Die vorläufige Bevollmächtigung ist drei Jahre ab Erhalt gültig.

Kontakt

Institut für Evangelische Theologie und Religionspädagogik
Wittelsbacherplatz 1
97074 Würzburg

E-Mail

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