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Intern
Institut für evangelische Theologie und Religionspädagogik

Teilprojekt: Abschied nehmen

Leitung: Friederike Wenisch (Gymnasium Altona, Hamburg)

Kurzbeschreibung:

Sterben – Tod – Jenseits: Ein heikeles Thema; ein „Tabu-Thema“; ein Thema, das sich mit verschiedene Ebenen beschäftigt. Der immanenten Ebene, die analoge und digitale Facetten aufweist, sowie die transzendente Ebene, die durch die Glaubensperspektive eröffnet wird und die oftmals nur in Symbolik und Motivik bildhaft ihren Ausdruck findet.

Wir alle werden sterben und dies ist jedem bewusst. Trotzdem ist es der Mehrheit der Menschen ein inneres Bedürfnis, Vorbereitungen zu treffen: Zur Absicherung der Angehörigen, dafür, in Erinnerung zu bleiben, zur Bewältigung der Angst vor der bevorstehenden Todeserfahrung. In der heutigen Gesellschaft passiert dies nicht mehr allein durch althergebrachte Traditionen und Riten, die sich auf den engsten Kreis der Familie und auf die unmittelbaren Wirkungskreise der Person beschränken. Es erfolgt auch durch neue Formen, die besonders im digitalen Raum und den Sozialen Netzwerken sichtbar und immer präsenter werden. Interessant ist dabei, dass sich auch hier immer wieder traditionelle Motivik und Symbolik der Religionen als hilfreich für die Sterbenden und auch die Zurückgebliebenen zu erweisen scheint, wiederfinden lässt und die es zu entschlüsseln gilt. Dementsprechend besteht weiterhin der ungebrochene Bedarf an der Sprachfähigkeit und Kenntnis kollektiver, religiöser Ausdrucksformen für Trauer, die den Menschen befähigen, über das „Tabu-Thema“ Tod zu sprechen und damit umzugehen. Wo wäre der Erwerb dieser Sprach-Fähigkeit besser angesiedelt als im Religionsunterricht?!

Trotzdem Schüler (SuS) nicht unbedingt gerne über Sterben und Tod sprechen, übt der Themenkomplex eine große Faszination auf sie aus und vermag eine starke Neugier auszulösen. Die Neugier wird zudem geschürt durch die von kultureller Vielfalt geprägte Gesellschaft und ihrer Multireligiösität, deren Religionsgemeinschaften sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede im Umgang mit Tod, Sterben und Jenseits aufweisen. Genau diese Multireligiösität in Bezug auf die drei abrahamischen Religionen berücksichtigend setzen sich die Schülerinnen und Schüler (SuS) in meiner Unterrichtseinheit mit Unterschieden und Gemeinsamkeiten sowie eigenen Vorstellungen zu Tod, Sterben und Jenseits auseinander, indem sie sich zu einen frei gewählten Aspekt Wissen erarbeiten und kreativ-künstlerisch aufarbeiten.  

Ziel der Arbeit ist es, jeden einzelnen der SuS dazu zu motivieren, sich in der Bewusstwerdung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden in den Abrahamischen Religionen konkrete und eigene Vorstellungen von Sterben, Tod und Jenseits zu machen. Dabei ist der Zwang sich zu etwaigen unangenehmen Themen äußern zu müssen, unbedingt zu vermeiden. Der frei wählbare Forschungsaspekt und der vergleichende interreligiöse Ansatz soll in diesem Zuge in den Fokus der Diskussion gestellt werden, um Motivation zu erhöhen, Befindlichkeiten zu schützen, interreligiöse Aufklärung sowie Toleranz zu fördern und auch xenophobe Vorurteile abzubauen.

Einblicke: Weblog von Friederike Wenisch auf rpi-virtuell

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